Soli-Erklärung: Arbeitskampf im CATI-Labor der Uni Jena

Der unter_bau solidarisiert sich mit den Mitarbeiter_innen des CATI-Labors an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, die sich seit dem 20. Juni im Arbeitskampf befinden. Dieses Labor stellt universitätsinternen, wirtschaftlichen und politischen Auftraggeber_inen Datenmaterial zur Verfügung, das aus Telefoninterviews gewonnen wird. Die Mitarbeiter_innen wehren sich gegen prekäre Arbeitsbedingungen wie Löhne unter Tarifniveau und Scheinselbstständigkeit. Unterstützt werden sie in diesem Konflikt von der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) Erfurt/Jena.

Immer wieder zeigt sich, dass die Ökonomisierung der Hochschule mit der Auslagerung von Jobs entweder in externe oder in scheinselbstständige Verhältnisse einhergeht, womit arbeitsrechtliche Mindeststandards unterlaufen werden. Wir fordern die Universität Jena auf, die Werkverträge in reguläre Arbeitsverträge umzuwandeln und die Mitarbeiter_innen tarifvertragsorientiert zu vergüten. Das ist das Mindeste, wenn das Institut für Soziologie, dem das Labor angegliedert ist, seinem Anspruch einer gewerkschaftsnahen Forschungsausrichtung auch tatsächlich gerecht werden will.

Frankfurt am Main, den 24. Juni 2016

Blog zum Arbeitskampf: CATI Labour Struggle.

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