Das Unsichtbare aufwühlen: Arbeit und Geschlechterverhältnis im Kapitalismus

Dienstag • 17. Mai 2016 • 18.30 Uhr | Vortrag und Diskussion im Seminarhaus • Raum 0.108 • Campus Westend | Mit Referentin Roswitha Scholz:

reiheGewerkschaft? Noch so ein Verein Bier trinkender Männer, die Geschlechterprobleme gerne ausblenden? Nicht bei uns! Im unter_bau ist das Geschlechterverhältnis nicht nur Nebenwiderspruch. Und nicht nur Arbeit, die als Lohnarbeit deklariert wird, ist uns ein zu kritisierendes Übel. Wir wollen offenlegen, was unbetont und unentlohnt in die private Sphäre abgewälzt wird, aber auch die Erwartung hinterfragen, dass Frauen* Karriere machen müssen. Im zweiten Vortrag unserer Reihe “Hochschule – Lohnarbeit – Organisierung” geht es daher um das Verhältnis von Feminismus und Arbeit. Dabei soll die verkürzte Perspektive abgelegt werden, dass nur das zählt, was Wert schafft. Mit dem Theorem der Wert-Abspaltung wird unentlohnte Arbeit einbezogen. Es besagt, dass bestimmte Reproduktionstätigkeiten – aber auch damit verbundene Gefühle und Eigenschaften wie Emotionalität und Fürsorglichkeit – abgespalten und zum “weiblichen Lebenszusammenhang” gemacht werden.

Geschlechter-VAEinführen in diese Problematik und mit uns darüber diskutieren wird die Publizistin und Buchautorin Roswitha Scholz, die u.a. als Redakteurin der Zeitschrift EXIT! tätig ist. Sie greift sowohl klassisch marxistische Theoriebildung als auch die der Frankfurter Schule auf, wendet diese radikal feministisch und kritisiert damit auch die Arbeitsreligion.

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